Am 27. Februar wurde Chile von einem Erdbeben der Stärke 8,8 auf der Richterskala erschüttert. Auch das durch Westhouse unterstützte Kinderdorf Las Mariposas ist von dieser Katastrophe unmittelbar betroffen. Heute, drei Monate nach diesem Ereignis, bebt die Erde unter Chile noch immer.
Glücklicherweise sind sowohl die Kinder, als auch deren Betreuer unversehrt geblieben.
Die Schweizerin Silvia Schnyder, Projektleiterin von Las Mariposas, hielt sich zum Zeitpunkt des Erdbebens im Kinderdorf auf. Ihre Erlebnisse während und nach dem Erdbeben hat sie nun in einem eindrucksvollem Bericht beschrieben, der im Rahmen des aktuellen Las Mariposas Informationsblattes veröffentlich wurde.
Sie erzählt von den ersten Nächten nach dem Beben, die die Kinder und deren Betreuer im Freien verbracht haben. Die Angst ein weiteres Nachbeben könnte die Häuser zunehmest beschädigen war zu groß.
Informationen über die Stärke und das Ausmaß der Katastrophe gab in den darauf folgenden Tagen nicht. Sowohl das Telefon und das Internet, als auch die TV- und Radiostationen waren außer Betrieb.
Schließlich war es im Kinderdorf möglich, einen Radiosender zu empfangen, der minütlich neue Meldungen aus den am stärksten betroffenen Gebieten sendete.
Besonders die Stadt Constitucion, aus der viele der Kinder stammen, wurde von dem Beben und einem verheerenden Tsunami getroffen. Somit gesellte sich zur allgemeinen Angst auch die Sorge um deren Familienmitglieder.
Durch das Beben wurden erhebliche Schäden an den Häusern des Kinderdorfes verursacht. Es ist dringend notwendig, die entsprechenden Instandsetzungsarbeiten schnellstmöglich durchzuführen, denn in Chile steht die kalte Jahreszeit unmittelbar vor der Tür.
Wir sind froh und erleichtert darüber, dass die Bewohner von Las Mariposas unversehrt sind. Auch in Zukunft werden wir das Kinderdorf dabei unterstützen, die Schäden der Naturkatastrophe zu beseitigen und das Projekt weiter auszubauen.
Das aktuelle Las Mariposas Informationsblatt finden Sie hier!
01.06.10

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